Das Zeiträume Festival in Basel widmet sich dem Dialog zwischen Musik und Architektur – zwei Künsten, die denselben Themen folgen: Rhythmus, Takt, Proportion und Resonanz. Der Pavillon für das Festival überträgt diese Verwandtschaft in eine architektonische Geste und macht sie im Stadtraum erfahrbar.
Der Pavillon steht auf der Terrasse bei der Mittleren Brücke und erscheint zunächst als geheimnisvolle, geschlossene Box. In seiner strengen, würfelförmigen Gestalt von vier mal vier mal vier Metern wirkt er wie ein stilles Zeichen im urbanen Raum. Erst bei der Annäherung offenbart sich sein Inneres – ein kreisrunder Tisch, der zugleich Arbeitsort, Ausstellungsfläche und Treffpunkt ist. Hier können die Komponistinnen und Komponisten des Festivals arbeiten, während ihre Prozesse für das Publikum sichtbar werden.
Der Pavillon besteht aus fünf leichten Holzelementen mit textiler Bespannung. Das Dach ruht auf vier Stützen, die mit dem zentralen Tisch verbunden sind. Die vier Seitenwände lassen sich öffnen und verwandeln den geschlossenen Kubus in einen offenen, von Licht und Klang durchdrungenen Raum.
Das einfache, präzise Konstruktionsprinzip übersetzt musikalische Strukturen in Architektur. Der Wechsel zwischen Geschlossenheit und Öffnung, Stille und Klang, Rückzug und Öffentlichkeit wird zur räumlichen Erfahrung – ein architektonischer Takt, der den Stadtraum für einen Moment neu ordnet.