«Stilles Gefüge, das den Ort verdichtet, ohne ihn zu schliessen»

Wohnungen im Blockhof

Basel,

2003

Zwischen Stadt und Park entstehen drei Häuser, die den offenen Blockrand des Basler Landhofs neu fassen und den inneren Freiraum zugleich stärken – als ruhige, präzise gesetzte Volumen, die das urbane Gefüge weiterdenken.

ARGE mit: jessenvollenweider architektur ag

Die grosse, dreieckige Parzelle des Basler Landhofs wird von einem nahezu geschlossenen Blockrand gefasst, der den grosszügigen Grünraum im Inneren umschliesst. Diese Fläche dient den Anwohnerinnen und Anwohnern als wichtige Naherholungszone im dichten Quartiergefüge. Das Projekt reagiert auf diese städtebauliche Situation, indem es die Übergänge zwischen Bebauung und Freiraum neu interpretiert und den Landhof als gemeinschaftlichen Ort stärkt.

An den Stellen, wo der Blockrand aufgebrochen ist, werden drei Wohnhäuser eingefügt. Diese präzisen gesetzten Volumina greifen die Körnung des Bestandes auf und formulieren eine neue, eigenständige Haltung im Gefüge. Durch ihre Setzung entsteht eine Abfolge von Räumen ohne direktes Gegenüber – die Häuser wahren Distanz und Nähe zugleich. Trotz ihrer zurückhaltenden Position im Innern des Blocks bleiben sie durch klare Wegeführungen und Sichtachsen mit dem umliegenden Quartier vernetzt.

Die Anordnung der Gebäude bewahrt die grüne Mitte als offenen Parkraum und reduziert die überbaute Fläche auf ein Minimum. Die drei Häuser bilden eigene Adressen innerhalb des Hofes und stärken so die Identität des Ortes. Das Freiraumkonzept ergänzt die bestehende Vegetation und differenziert zwischen den halbprivaten Gartenhöfen und den öffentlich zugänglichen Bereichen. Zur Parkmitte hin sind die Hauszonen gefasst, zur Strasse öffnen sie sich platzartig und tragen so zur Belebung des Quartiers bei.

In Zusammenarbeit mit

jessenvollenweider, Architektur

Bauherrschaft

Hochbau- und Planungsamt, Basel-Stadt

Standort

Landhof, Basel