Studienauftrag, Projekt “Robin”, 1. Preis
ARGE Suzanne Senti / Buol & Zünd Architekten BSA
Die Wohnüberbauung Gallezen liegt am Übergang zwischen der gewachsenen Siedlungsstruktur der Baselbieter Gemeinde Augst und der weiten Landschaft entlang des Rheins. Diese Lage – zwischen Dorf, Fluss und offener Ebene – bildet den Ausgangspunkt für ein architektonisches Konzept, das nicht das einzelne Objekt betont, sondern den Raum zwischen den Häusern als entscheidende Qualität begreift.
Die in der Höhe gestaffelten Baukörper greifen mit ihren Volumen in die Landschaft aus und fassen kleine, städtisch anmutende Zwischenräume. So entsteht ein Gefüge aus Plätzen, Höfen und Wegen, das trotz seiner Dichte den grosszügigen Horizont der Flusslandschaft stets spürbar lässt. Das architektonische Ziel liegt im Gleichgewicht von Nähe und Offenheit – einer Struktur, die Gemeinschaft ermöglicht, ohne die Weite zu verlieren.
Die Häuser entwickeln sich als langgestreckte Baukörper, deren Fassaden und Gliederung sich gegenseitig aufeinander beziehen. Ihre Ordnung erschliesst sich erst im Ensemble, nicht im einzelnen Objekt – die Qualität liegt im Zusammenhang. Die Typologie des Wohnens folgt der Idee des Lebens in der Natur: Jede Wohnung öffnet sich in drei Himmelsrichtungen und nimmt die Bewegung des Lichts im Tagesverlauf auf. Ein innenliegendes Treppenhaus mit drei Zugängen pro Geschoss erschliesst die Einheiten und fördert Nachbarschaft im Kleinen.
So entsteht eine Wohnlandschaft, die auf leise Weise den Übergang zwischen gebautem Dorf und weiter Flussebene beschreibt – kein Solitär, sondern ein fein abgestimmtes Gefüge aus Raum, Licht und Nähe zur Landschaft.