«Stiller Monolith – zwischen Werk und Landschaft»

Verwaltungsbau Leube

Salzburg,

1995

Als fünfeckiger Monolith markiert der Verwaltungsbau Leube die Schwelle zwischen industrieller Produktion und Verwaltung – ein behutsam gefasster Baukörper, der den Hang, das Licht und die Logik des Ortes in einer architektonischen Figur vereint.

Wettbewerb, 1. Preis

Die Anlage des Leube-Areals in Gartenau bei Salzburg folgt einer funktionalen Gliederung, die sich aus den beiden zentralen Tätigkeiten des Unternehmens ableitet: der Herstellung und dem Vertrieb von Zement. An der Schnittstelle dieser beiden Bereiche setzt der Verwaltungsbau als unregelmässig geformter, fünfeckiger Baukörper ein deutliches Zeichen.

Das Volumen reagiert auf die topografischen Gegebenheiten, indem es sich mit seiner Rückseite tief in den Hang einschreibt. In den unteren drei Geschossen bleibt der Bau weitgehend geschlossen, erst in den oberen vier Ebenen öffnet er sich über einen Hof, der als belichteter Luftraum zwischen den Büroflügeln fungiert. Diese gestaffelte Ausbildung vermittelt zwischen dem massiven Auftreten des industriellen Ensembles und der landschaftlichen Weite des Berghangs.

Die Eingänge des Gebäudes sind durch einen charakteristischen Fassadenknick sowohl optisch als auch funktional voneinander getrennt. Über zwei unabhängige Treppenhäuser werden die unterschiedlichen Nutzungsbereiche erschlossen. Während die Laboratorien in den unteren Etagen angeordnet sind, liegt an der Schnittstelle zum Hof eine Mensa, die den internen Austausch fördert. In den Obergeschossen sind die Büros als U-förmige Schicht um den Hof organisiert und profitieren von einer ausgewogenen Belichtung und eindeutigen Orientierung.

So entsteht ein Bau, der zugleich rational und sinnlich wirkt – exakt in der Struktur, zurückhaltend in der Geste, und eng mit der Landschaft wie mit der industriellen Identität des Unternehmens verbunden.

Auftraggeber

Zementwerke Leube GmbH

Standort

Gartenau, Österreich