«Logik des Bestands – das Spital trug das Wohnen längst in sich»

Umnutzung Felix Platter Spital

Basel,

2018

Aus der Logik der Struktur wächst ein neues Programm – das Wohnen als Fortsetzung des Bestands.

Felix Westfield, mit Caruso St. John, Zürich, London, Studienauftrag, Letzte Auswahlrunde

Das ehemalige Felix Platter-Spital im Westen Basels ist ein markanter Bau der Nachkriegsmoderne. Seine Fassade zeugt von der Absicht, das Spital nicht nur als Funktionsbau, sondern als Ort des Wohnens und Aufenthalts zu verstehen. Hinter der seriellen Ordnung verbirgt sich eine subtile Vielfalt, die dem Gebäude eine unerwartete Lebendigkeit verleiht.

Die grossmassstäbliche Anlage liegt an der Burgfelderstrasse, wo die dichte Stadtstruktur in eine offenere Bebauung übergeht. Zwischen Parkraum, Verkehrsachsen und Wohnquartieren nimmt das Haus eine vermittelnde Rolle ein. Die Fassade wirkt zusätzlich als Filter zwischen Funktion und Atmosphäre.

Der Entwurf für die Umnutzung liest diese Struktur als Potenzial und vertraut auf die architektonische Logik des Bestands. Die feingliedrige Fassade mit ihren differenzierten Öffnungen, die einst Patientenzimmer markierten, wird zur Grundlage einer neuen Wohnordnung. Die Regelhaftigkeit des Tragwerks löst sich bei näherem Hinsehen in feine Variationen auf und erzeugt eine zurückhaltende Modernität.

Die vorgeschlagene Transformation nutzt diese vorhandene Vielfalt, um Wohnungen unterschiedlicher Grösse und Orientierung zu entwickeln. Tragwerk und Fassade bleiben in ihrem Zusammenspiel erkennbar; die gefaltete Aluminiumhaut hält die Verbindung zwischen Struktur und Licht aufrecht. So wird das Spital nicht neu erfunden, sondern in seinem Wesen geschärft – als Haus, das das Wohnen bereits in sich trug.

Projektbeteiligte

CSTJ: Florian Zierer, Thomas Wirz, Joao Moreira, Lukas Brusch
B&Z: Till Göggelmann, Srdjan Zlokapa, Alex Turner

Bauherrschaft

Wohnen und Mehr, Basel

Standort

Felix Platter Spital, Basel