Studienauftrag
Das Wettsteinquartier in Basel ist bis heute von grosszügigen, durchgrünten Wohnhöfen geprägt. Während das Haus im Blockrand zwischen Strassen- und Hofseite vermittelt, entwickelt der Projektvorschlag ein eigenständiges Hofgebäude innerhalb des Grünraums. Die polygonale Gebäudeform schafft eine lange Südfassade, eröffnet diagonale Blickkorridore und verleiht sämtlichen Wohnungen eine dreiseitige Orientierung mit hoher Wohnqualität. Durch den Verzicht auf ein Attikageschoss fügt sich der Neubau selbstverständlich in die Massstäblichkeit der gebauten Umgebung ein.
Ein leicht abgesenkter Erschliessungshof bildet die Adresse des Hauses und verbindet die drei Treppenhäuser mit den gemeinschaftlichen Räumen und der Einstellhalle. Als Mittelpunkt des Ensembles stärkt er den genossenschaftlichen Austausch.
Die insgesamt 36 Wohnungen werden als Dreispänner organisiert. Ihr räumliches Zentrum bildet die grosszügige Wohndiele. Die Balkone entstehen als “Zimmer mit Aussenklima” und erweitern den Wohnraum ins Freie. Trotz der prägnanten Gebäudeform verfügen sämtliche Zimmer über gut möblierbare Proportionen.
Private Gärten und gezielt gesetzte Begegungsorte gestalten den Hofraum. Eine fein gegliederte Holzfassade verleiht dem Neubau eine eigenständige Identität und knüpft an die Atmosphäre der bestehenden Hofbauten an.