Studienauftrag, 3. Preis
Am Rand der Stadt Luzern, im Übergang zwischen urbaner Verdichtung und den weiten Hängen des Pilatus, liegt das Entwicklungsgebiet an der Arsenalstrasse in Kriens. Hier, wo Industriehallen, Hochschulbauten und offene Landschaft ein eigenwilliges Nebeneinander bilden, soll ein neuer Ort für die Musikhochschule Luzern entstehen. Der Standort verbindet den Geist des Arbeitens und des Experimentierens mit der Ruhe und Konzentration, die das Musizieren verlangt.
Das vorgeschlagene Projekt versteht das Programm als Gelegenheit, einen eigenständigen architektonischen Ort für das Lehren, Üben und Hören zu formulieren. Im Zentrum des Hauses liegt ein Ensemble akustisch behutsam ausgebildeter Räume – das eigentliche Herz der Schule. Diese werden von einer offenen Raumfigur umgeben, die zwischen Werkstatt, Foyer und Begegnungszone – und schlussendlich auch mit der Landschaft und damit dem Ort vermittelt.
Unterschiedliche Atmosphären, Sichtbezüge und Raumsequenzen prägen das Haus und bilden seine architektonische Grammatik. Die Interaktion dieser Räume schafft eine übergeordnete Ganzheit: ein Haus, das nach innen Konzentration und nach aussen Offenheit vermittelt. Das studentische Leben findet zwischen diesen Polen statt – in Übergängen, an Schwellen, in Sichtachsen.
Funktion, Struktur und Ausdruck sind unmittelbar lesbar. Die konstruktive Logik des Gebäudes und die Anforderungen der Raum- und Bauakustik sind integraler Bestandteil der Architektur. So entsteht eine Schule, die Werkstatt und Instrument zugleich ist – ein Ort, an dem Raum und Klang sich gegenseitig formen.