Im Herzen der Basler Innenstadt, an der Freien Strasse, steht das ehemalige Kaufhaus der Architekten Burckhardt und Sutter – ein repräsentativer Bau der Neorenaissance, geprägt von französischer Eleganz und grosszügiger Fassadengestaltung. Der Umbau für das Geschäftshaus Füglistaller folgt der Absicht, die architektonische Würde des Hauses wieder sichtbar zu machen und seine Struktur für eine zeitaktuelle Nutzung zu öffnen.
Die charakteristische, historisierende Fassade bildet den Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Sockelgeschosses. Hier, im direkten Dialog mit dem öffentlichen Raum, konzentriert sich die architektonische Intervention: Die zweischichtige Tektonik der Fassade wird neu interpretiert und als eigenständige Ordnung herausgearbeitet. Der Sockel erhält eine monolithische Präsenz, die dem Gebäude eine stabile Basis verleiht und die Achsialität des historischen Fassadenaufbaus betont.
Die offene Stahlstruktur des ehemaligen „Grand Magasins“ und die je Geschoss wechselnde Fassadengestaltung boten ideale Voraussetzungen für die Umnutzung; so liessen sich variantenreiche Wohnungen entwickeln. In den Obergeschossen entstanden Wohnungen, im kleineren Hinterhaus Büroflächen. Die unterschiedlichen Programme werden durch die räumliche Logik des Bestandes zusammengeführt; Innenräume, Fassade und Tragstruktur greifen schlüssig ineinander.
Mit seiner neuen Nutzung und der Überarbeitung des Sockels gelingt es dem Gebäude, wieder als städtebaulicher Akteur in Erscheinung zu treten. Das Geschäftshaus vermittelt zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen öffentlichem Stadtraum und privatem Wohnen – und wurde nach Abschluss des Umbaus gesamthaft unter Schutz gestellt.