Wettbewerb, “Pünktchen & Anton”, 3. Preis
Entlang der Rieterstrasse im Quartier Zürich-Enge, stadtauswärts, entfaltet sich ein heterogenes städtebauliches Ensemble. Blockrandtypologien, Zeilen- und Solitärbauten sowie und grosszügige Villen prägen beidseits der Ausfallstrasse eine städtebauliche Situation von hoher Prägnanz. Ihre Qualität zeigt sich insbesondere im Aussenraum, in der nahezu szenischen Abfolge von Grünräumen.
Der Projektvorschlag reagiert auf diese Eigenheit mit zwei typologisch unterschiedlichen Baukörpern, die das Geviert ortsbaulich exakt, aber in differenzierter Weise abschliessen. So entsteht eine Komposition, die der gewachsenen Vielfalt des Ortes Rechnung trägt und den städtebaulichen Kontext stärkt.
Im Inneren entwickeln sich die Wohnungen aus dem Zusammenspiel von gemeinschaftlichen, nischenartigen Wohnlandschaften und individuell nutzbaren Zimmern. Eine offene Raumfolge verbindet Küche, Essen und Wohnen zu einer dreiseitig orientierten Wohnzone, die sich zum Hof öffnet. Der Grundriss gliedert sich durch Rücksprünge und Zwischenräume, die den Bewohnerinnen und Bewohnern Orte für Rückzug und Aneignung bieten.
Alle Wohnungen verfügen über zwei Aussenräume in unterschiedlichen Himmelsrichtungen – eine kleinere Küchenloggia und einen in der Regel hofseitigen Balkon. So entstehen Wohnungen, die Grosszügigkeit nicht über Fläche, sondern über räumliche Differenz und Lichtqualität definieren.