Im Basler Westen, in einem von Wohnzeilen der 1930er- und 1940er-Jahre geprägten Quartier, liegen die drei Reihenhäuser an der Rigistrasse und Pilatusstrasse. Die Bauten gehören einer Genossenschaft, deren Bestand sich durch eine zurückhaltende, einfache Architektur und eine ausgeglichene städtebauliche Körnung auszeichnet. Zwischen kleinen Gärten, Strassenbäumen und den typischen Vorgärten entsteht ein alltägliches, aber sorgfältig proportioniertes Wohnumfeld – Teil jener Basler Quartierstruktur, die über Jahrzehnte hinweg Wohnqualität durch Beständigkeit definiert hat.
Nach einer umfassenden Analyse der Bedürfnisse der Genossenschaft wurden Massnahmen zur langfristigen Sicherung des Baurechts sowie zur Sanierung der Liegenschaften entwickelt. Im Zentrum standen drei Reihenhäuser mit erheblichem Sanierungsbedarf. Das Projekt konzentrierte sich auf gezielte Eingriffe, die der Werterhaltung und der Verbesserung der Wohnqualität dienten, ohne den Charakter des Bestands zu verändern.
Neben der Erneuerung sämtlicher Oberflächen wurden die sanitären Räume auf den bestehenden Grundrissen modernisiert. Die räumliche Struktur blieb erhalten, da sie sich als funktional und alltagstauglich erwiesen hatte. Neue Einbauten und Materialien führen die vorhandene Substanz weiter, ohne Brüche zu erzeugen.
So entsteht aus dem Bestand heraus ein neues Ganzes: Die Häuser behalten ihre stille Selbstverständlichkeit, zeigen jedoch in den Details – in Oberflächen, Farben und Übergängen – den Respekt vor dem Gewordenen und das Vertrauen in seine Fortführbarkeit.