Wettbewerb, “Oh wie schön ist Panama”, 2. Rang / 2. Ankauf
Am südlichen Rand der Baselbieter Gemeinde Arlesheim, in einem heterogenen Umfeld zwischen kleinteiliger Wohnbebauung und grossmassstäblichem Pflegeheim, sollte ein Ensemble entstehen, das unterschiedliche Wohnformen für ältere Menschen und Familien vereint. Das Projekt „Demenzhaus+“ sieht zwei eigenständige Häuser vor: eines für die drei Lebenswelten demenzkranker Menschen, das andere für zwölf Familienwohnungen.
Die Setzung der beiden Baukörper vermittelt städtebaulich zwischen den unterschiedlichen Massstäben ihrer Umgebung – zwischen dem dörflich geprägten Süden und der grossen Struktur des bestehenden Alters- und Pflegeheims im Norden. Durch ihre Stellung und Massstäblichkeit fügen sich die Neubauten selbstverständlich in das Gelände ein und bilden zusammen mit dem Bestand ein fein abgestuftes Gefüge von Häusern, Wegen und Gärten.
Beide Häuser sind über eine über- und unterirdische Erschliessung miteinander verbunden, die zugleich eine logistische Anbindung an das Alters- und Pflegeheim gewährleistet. So entsteht ein funktional wie sozial vernetztes Ensemble, das Austausch ermöglicht und dennoch Rückzug erlaubt.
Das Demenzhaus selbst ist als behutsam gegliederter, überschaubarer Bau konzipiert. Seine räumliche Struktur fördert Orientierung und Geborgenheit, während differenzierte Licht- und Aussenraumbezüge eine Atmosphäre von Offenheit und Alltag erzeugen. Das Haus versteht Demenz nicht als Absonderung, sondern als Teil des Lebens – eingebettet in Nachbarschaft und Landschaft.