«Das Unsichtbare wird hier zur eigentlichen Geste»

Bilder und Legenden

Basel,

2000

Die Ausstellung «Bilder und Legenden» im Architekturmuseum Basel (8. April bis 21. Mai 2000) hinterfragte die Wahrnehmung von Raum und Erinnerung, indem sie das Museum selbst zum Ausstellungsobjekt machte – ein feines Spiel zwischen Sichtbarkeit und Verbergen, zwischen Geste und Gewohnheit.

Basler Projekte II; “Bilder und Legenden”

Ausstellung im Architekturmuseum Basel, 8. April –  21. Mai 2000
Buol & Zünd Architekten BSA in Zusammenarbeit mit jessenvollenweider architektur ag

Für die Ausstellung «Bilder und Legenden» im Rahmen der Reihe Basler Projekte II wurde die Architektur des Architekturmuseums selbst zum Bestandteil des kuratorischen Konzepts. Buol & Zünd, in Zusammenarbeit mit jessenvollenweider architektur, transformierten die vertrauten Räume des Hauses durch Eingriffe, die kaum sichtbar und doch räumlich wirksam waren. Auf jedem Geschoss wurden Wände und Sockelleisten neu eingefügt, um die räumliche Lesbarkeit zu verändern und die Ausstellung in eine subtile Choreografie der Wahrnehmung zu überführen.

Diese Eingriffe, die den Raum grundlegend neu strukturierten, blieben den meisten Besucherinnen und Besuchern verborgen. Selbst Kenner des Museums spürten die Veränderung eher intuitiv als bewusst. Darin lag die eigentliche architektonische Idee: das Vertrauen auf die Kraft kleiner, kaum wahrnehmbarer Transformationen, die sich erst in der Erfahrung des Raums entfalten.

Das Projekt übersetzte damit Haltung und Überzeugung, dass architektonische Wirkung nicht allein in der Form liegt, sondern im sorgfältigen Eingriff, im Verschieben, im Wieder-Sehen des Bekannten.

Publikation erhältlich beim Schweizer Architekturmuseum, Basel

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