Die Grundidee des Regalsystems „Zoll-D“ basiert auf der simplen Vorstellung, Tablare auf wandverankerten Konsolen aufzulegen. Ursprünglich für den Eigenbedarf entwickelt, wurde der Entwurf bald zum eigenständigen Möbelprojekt, das durch seine Einfachheit überzeugt.
Das Regal besteht aus gefaltetem Aluminiumblech, dessen Struktur zugleich Tragwerk und Oberfläche bildet. Diese Reduktion auf das Wesentliche macht „Zoll-D“ zu einem Objekt von hoher Funktionalität und technischer Ästhetik. Der Entwurf folgt keiner modischen Attitüde, sondern der Überzeugung, dass Material, Konstruktion und Nutzung eine selbstverständliche Einheit bilden können.
Seinen Namen erhielt das Regal durch einen Zwischenfall auf dem Weg zu einer Präsentation in Deutschland: Der auf dem Autodach transportierte Prototyp wurde am Zoll aufgehalten, wo die Beamten das ungewöhnliche Objekt eingehend prüften – ganze drei Stunden lang. Nach der Freigabe blieb auf der Verpackung ein Stempel zurück: „Zoll-D“. Ein Zufall, der dem Möbel seinen endgültigen Namen gab und dessen humorvolle Leichtigkeit perfekt auf den Punkt bringt.