Studienauftrag, 2. Preis
Die Bebauung entlang der Nägeligasse markiert den Übergang vom historischen Zentrum zum landschaftlichen Rand von Stans. Hier reihen sich Einzelhäuser mit terrassierten Gärten an den Hang – eine Struktur, die Haus und Landschaft zu einer selbstverständlichen Einheit verbindet. Der Entwurf für das neue Alterszentrum knüpft an diese Qualität an und interpretiert sie neu als Ort des Wohnens im Alter, mit Nähe zur Natur und Aussicht in die Landschaft.
Aus der heutigen, räumlich zersplitterten Situation entwickelt das Projekt ein kompaktes Bauvolumen. Dieses bildet das räumliche und funktionale Zentrum der Anlage und ermöglicht die gleichzeitige Realisierung beider Etappen. Die Konzentration der zwei Wohnformen zu einem Baukörper schafft Freiraum für eine grosszügige, terrassierte Gartenlandschaft, die sich als verbindendes Element zwischen Haus und Umgebung entfaltet.
Die terrassenartigen Gärten übernehmen die ortsspezifische Typologie der Umgebung und werden zu einem wichtigen Teil des architektonischen Konzepts. Sie bieten ein breites Spektrum an Aufenthalts- und Begegnungsorten – von geschützten Sitznischen bis zu offenen Flächen mit Blick über das Dorf. Diese landschaftliche Staffelung schafft Identität und stärkt das Gefühl von Geborgenheit und Weite zugleich.
In seiner Haltung verweist das Projekt auf klassische Beherbergungsbauten grosser Schweizer Kurorte. Der kompakte Baukörper, eingebettet in eine gepflegte Gartenlandschaft, erzeugt eine Atmosphäre von Ruhe, Würde und diskretem Komfort – ein Refugium, das den Bewohnerinnen und Bewohnern Selbstständigkeit und Gemeinschaft gleichermassen ermöglicht.