Widmerhof
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Oberwil, CH

, 2010

Studienauftrag Umnutzung Widmerhof „Gschwind“

ZWEITER PREIS

Bis zum heutigen Tag prägen ehemalige Bauernhöfe das Dorfbild von Oberwil. Neben dem traufständigen Baselbieterhof findet sich auch die Gebäudetypologie des giebelständigen Sundgauerhauses. Unser Projekt schlägt zwei verschiedene Wohnformen vor, welche die vorgefundenen Qualitäten als Ausgangslage nehmen: Die Umnutzung des ehemaligen „Widmerhofs“ übersetzt die strukturell-räumlichen Gegebenheiten in ein marktfähiges Szenario. Künftige Bewohner profitieren von einer grosszügigen und überschaubaren Wohnung in der Nähe des Dorfzentrums.

An die Stelle der freistehenden Scheune werden zwei unterschiedlich grosse und kompakte Wohnbauten gesetzt. Sie entsprechen in ihrer Ausformulierung dem traditionellen Wohnen im eigenen Haus, ohne aber die spezifischen Nachteile mittragen zu müssen: Es entsteht eine eigenständige Typologie des urbanen Wohnens im Grünen. Von den beiden Neubauten reagiert das eine Gebäude mit seiner Giebelständigkeit auf die Einmündung der Strasse, das andere steht abgedreht zu ihr, und spannt einen grünen Raum als Gegenüber zum Widmerhof auf. Über den gemeinsamen „Erschliessungshof“ werden die beiden Gebäude betreten. Das Raumprogramm löst die Forderungen einer modernen Landwohnung ein; funktionale und grosszügige Raumsequenzen gehören dazu. Die Ausgestaltung folgt einer abstrahierten Formensprache, welche an die Ständerbauweise der Sundgauerhäuser erinnert.



Adresse:
Schmiedengasse 16 und 19, Oberwil
Auftraggeber: Pestalozzigesellschaft Oberwil
Projektmitarbeit: Dieter Grab, Martin Schröder, Johannes Schäfer